Aktuell

PISA-Studie 2018: Wenig erfreulicher Trend für die Schweiz

Die PISA-Studie 2018 hat gezeigt, dass 24% der Schweizer Schülerinnen und Schüler nicht das Mindestmass an Lesekompetenz erreichen, das für eine effektive Teilnahme am Alltagsleben erforderlich ist. Der Anteil der von Leseschwierigkeiten betroffenen Schülerinnen und Schüler in der Schweiz ist gegenüber 2015 um 4 Prozentpunkte gestiegen. Die Veränderung ist statistisch signifikant. Die Auswirkungen dieser Entwicklungen werden auch im Bereich der Grundkompetenzen Erwachsener langfristig spürbar sein.

Die Studie zeigt auch, dass die Schweiz im internationalen Vergleich eine geringe soziale Durchlässigkeit aufweist. Gemäss der Studie sind die Leseleistungen von Kindern vor allem auf ihre soziale Herkunft zurückzuführen.

Im Parlament wurde das Thema mittlerweile auch durch die Interpellation Kutter (19.4474) aufgegriffen. Der Interpellant will vom Bundesrat wissen, wie der Bundesrat Kantone und Gemeinden bei der Leseförderung unterstützt, die in diesem Bereich tätigen Akteure vernetzt und zum Wissenstransfer beiträgt.

Zur PISA-Studie 2018

Weitere Medienberichte zur Studie:


Bundesrat verabschiedet E-Government-Strategie Schweiz 2020-2023

Der Bundesrat hat eine neue E-Government-Strategie verabschiedet, in der die vollständige Digitalisierung von Government-Prozessen angestrebt wird und die Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden gefördert werden soll. Dazu soll beispielsweise der Ausbau und die Verbesserung des Online-Angebots und die Bereitstellung von Basisdiensten (etwa der elektronischen Identität) vorangetrieben werden.

Zentral ist das Leitbild ‘Digital First’, d.h.:

«Bund, Kantone und Gemeinden priorisieren die digitale Interaktion gegenüber analogen Angeboten für Bevölkerung und Wirtschaft und steigern so die Dienstleistungsorientierung und Transparenz ihres Handelns.»

Parallel dazu verpflichtet sich der Bundesrat, der digitalen Kluft entgegenzuwirken:

«Bund, Kantone und Gemeinden achten auf eine inklusive Umsetzung und beugen einer digitalen Ausgrenzung vor.»

Solche Massnahmen zur Sicherstellung von Partizipationsmöglichkeiten der Bevölkerung sind für die zukünftige Integration aller Bevölkerungsgruppen von zentraler Bedeutung. Gerade Menschen mit Schwierigkeiten im Bereich Grundkompetenzen sind besonders gefährdet, durch zusätzliche technische Hürden den Anschluss zu verlieren. Wichtig ist neben der Verbesserung der digitalen Fähigkeiten auch die Aufrechterhaltung von direkten, persönlichen Zugängen und entsprechenden Beratungsangeboten.

Der Schweizer Dachverband Lesen und Schreiben unterstreicht die Bedeutung der digitalen Inklusion – d. h. digitale Inhalte müssen auch für Menschen mit Behinderungen und / oder besonderen Bedürfnissen sowie für sozial benachteiligte und bildungsfremde Personen zugänglich sein. Der Schweizer Dachverband Lesen und Schreiben wird die Umsetzung dieser Strategie aufmerksam verfolgen und sich für die Interessen benachteiligter Erwachsener einsetzen.

Zur Medienmitteilung
Zum Strategie-Dokument


Internetnutzung in den Haushalten im Jahr 2019

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat neue Zahlen zur Internetnutzung in den Schweizer Haushalten publiziert: «Mehr als neun von zehn Personen in der Schweiz nutzen das Internet und nahezu die gesamte Bevölkerung unter 55 Jahren sowie mehr als die Hälfte der Menschen ab 75 Jahren surfen im Netz». Deutliche Unterschiede zeigen sich aber bei der Internetnutzung und dem Bildungsstand. Nahezu alle Personen mit Tertiärabschluss, d. h. 98% der Absolventen einer Fachhochschule, Universität oder einer höheren Berufsbildung, nutzen das Internet – hingegen sind es nur 80% bei den Personen ohne nachobligatorische Ausbildung. Ein ähnlicher Zusammenhang ist auch bei den Einkommen zu beobachten, da Personen mit geringeren Einkommen im Schnitt über tiefere digitale Kompetenzen verfügen. Die Studie zeigt ferner auf, dass bei den 55- bis 64-Jährigen nur ein Drittel über fortgeschrittene digitale Kompetenzen verfügen. In der Arbeitswelt werden digitale Kompetenzen aber meist vorausgesetzt und in Zukunft weiter an Bedeutung zulegen. So gaben in der Befragung 87% der Erwerbstätigen an, für die Arbeit einen Computer zu verwenden. Damit wird der hohe Bedarf an Aus- und Weiterbildung im Bereich digitaler Kompetenzen deutlich ersichtlich.

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Welche digitalen Kompetenzen sind im privaten und beruflichen Alltag unverzichtbar?

Das SBFI (Staatssekretariat für Bildung,) Forschung, Bildung und Innovation) hat in Zusammenarbeit mit einer Expertengruppe (u. a. dem Schweizer Dachverband Lesen und Schreiben) im Rahmen der Strategie «Digitale Schweiz» einen Orientierungsrahmen erstellt, in welchem die digitalen Grundkompetenzen erfasst sind, die für die ‘digitale’ Unabhängigkeit eines Erwachsenen in der heutigen Gesellschaft notwendig sind. Der Orientierungsrahmen beschreibt die wichtigsten Handlungsbereiche und die zugehörigen digitalisierten Aufgaben im täglichen Leben und am Arbeitsplatz. Momentan arbeitet eine weitere Expertengruppe des SBFI an einem ähnlichen Rahmen für die Definition alltagsmathematischer Kompetenzen.

Zum Orientierungsrahmen
Definition ‘digitaler Grundkompetenzen’ auf Kompetence.ch


Schweizerinnen und Schweizer wenden im internationalen Vergleich weniger Zeit für Weiterbildung auf

Wie eine internationale Arbeitsmarktstudie («Decoding Global Trends in Upskilling und Reskilling») bei über 366'000 Befragten aus 180 Ländern zeigt, wendet weniger als die Hälfte der Schweizer Arbeitnehmenden (44%) Zeit für Weiterbildung auf. Dieser Wert ist deutlich tiefer als im internationalen Durchschnitt (65%). Anders schneidet die Schweiz ab, wenn es um den Erwerb neuer Fähigkeiten geht. Laut der Studie sind 69% der Befragten bereit, sich mit einer Umschulung für einen neuen Job zu qualifizieren.

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Neue Vorstösse zur Weiterbildung

Im Parlament wurden verschiedene Geschäfte eingereicht, die sich mit der Weiterbildung auseinandersetzen:

  • Das Postulat Wüthrich (19.4284) beauftragt den Bundesrat, Modelle vorzustellen, die es Erwachsenen ermöglichen, ihren Lebensunterhalt während einer Ausbildung oder Umschulung zu finanzieren und die einen fünf- oder zehntätigen  Bildungsurlaub für Arbeitnehmende vorsehen. Der Bundesrat empfiehlt, das Postulat abzulehnen. Er begründet dies damit, dass die Schweiz bei der Weiterbildungsbeteiligung einen Spitzenplatz einnimmt, die Weiterbildung grundsätzlich in der Verantwortung jeder und jedes Einzelnen liegt und nebst dem Stipendienwesen und den Sozialversicherungen weitere Fonds zur Förderung der Weiterbildung bereitstehen. Das Geschäft wurde im Nationalrat eingereicht, eine Behandlung ist ausstehend.
  • Parallel zum Postulat Wüthrich wurde die Motion Wüthrich (19.4285) eingereicht. Sie beauftragt den Bundesrat die Bundesverfassung so anzupassen, dass dem Anspruch auf lebenslanges Lernen Rechnung getragen wird. Der Bundesrat lehnt die Verfassungsänderung ab und hält fest, dass das Bildungssystem bereits auf lebenslanges Lernen ausgerichtet ist. Ferner verweist er auf das Weiterbildungsgesetz, das die Unterstützung des Bunds und der Kantone in Ergänzung zur individuellen Verantwortung vorsieht, sowie auf den Fördertatbestand, welcher Erwachsenen mit mangelnden Grundkompetenzen den Weg in die Bildung ermöglichen soll. Das Geschäft ist im Nationalrat zur Behandlung vorgesehen.
  • Ein ähnliches Anliegen verfolgt die Motion Munz (19.4088): Sie fordert den Bundesrat auf, einen paritätischen Fonds zu schaffen, der durch Bund, Kantone und Arbeitgeber finanziert wird und mit welchem finanzielle Mittel für die Weiterbildung und Umschulung von Menschen bereitgestellt werden. Davon sollen vor allem gering qualifizierte Personen profitieren, die von der Digitalisierung bedroht sind. Der Bundesrat lehnt in seiner Stellungnahme die Schaffung dieses zusätzlichen Fonds ab. Er verweist darauf, dass der Bund nur subsidiär Weiterbildungsmassnahmen unterstützt und sich im Weiterbildungs­gesetz mit dem Förderschwerpunkt zur Stärkung von Grundkompetenzen am Arbeitsplatz bereits entsprechend verpflichtet. Ausserdem hebt er hervor, dass 2019 bereits weitere Massnahmen beschlossen wurden, um die Wiederein­gliederung älterer Arbeitnehmer zu erleichtern. Das Geschäft ist im Nationalrat zur Behandlung vorgesehen.

Stadt Zürich: Bildungsstrategie für Geringqualifizierte

Die Stadt Zürich hat eine neue Bildungsstrategie verabschiedet, um die Arbeitsmarktfähigkeit geringqualifizierter Menschen zu erhöhen. Es zeigt sich, dass besonders Menschen ohne Berufsbildungsabschluss auf Sozialhilfe angewiesen sind. Zudem werden Geringqualifizierte, wenn sie einer Arbeit nachgehen, meist schlechter entlohnt, als wenn sie über eine höhere Qualifikation verfügen würden. Die neue Bildungsstrategie der Stadt Zürich möchte hier anknüpfen und misst der Aus- und Weiterbildung für den Erhalt der Arbeitsmarktfähigkeit und die finanzielle Selbständigkeit hohe Bedeutung zu. Die Stadt beabsichtigt, mittels Präventions- und Sensibilisierungsarbeit sowie finanzieller Unterstützung für Weiterbildungsmassnahmen die Arbeitsmarktchancen von Betroffenen langfristig zu verbessern.

Medienmitteilung der Stadt Zürich


Alltagsmathematik mit Alltagsgegenständen unterrichten

Lire et Ecrire Belgique stellt auf seiner Webseite Unterrichtsmaterialen zur Verfügung, um Alltagsmathematik anhand praktischer Anschauungsbeispiele verständlich zu unterrichten. Die didaktisch erprobten Lehrmaterialien nutzen Alltagsgegenstände (Lineal, Gummibänder, Scheren, Flaschen, Wasser, etc.) um zentrale mathematische Konzepte zu vermitteln und damit alltägliche Fragestellungen zu beantworten.

Zu den Unterrichtsmaterialien (auf Französisch)


‘Finanzieller’ Analphabetismus

Wie ein Bericht der NZZ darlegt, sind viele Menschen mit einfachen Finanzfragen überfordert. Laut dem Bericht hat ein Grossteil der Bevölkerung grosse Wissenslücken im Bereich der finanziellen Grundbildung, besonders ausgeprägt sei dies bei jüngeren und älteren Bevölkerungsschichten und geringqualifizierten Personen. Unter finanzieller Grundbildung wird etwa der alltägliche Umgang mit Geld oder das Vorausplanen in wirtschaftlichen Angelegenheiten verstanden. Personen mit ungenügender finanzieller Grundbildung laufen daher eher Gefahr, finanzielle Fehlentscheide zu treffen und von Überschuldung oder Altersarmut (infolge fehlender Rücklagen) betroffen zu sein. 

Wirtschaftsprofessorin warnt: «Die Mehrheit hat nicht einmal ein elementares Finanzwissen» (NZZ am Sonntag, 04. Januar 2020)

Beitrag des Deutschlandfunks: «Wir brauchen ökonomische Kompetenzen» (Deutschlandfunk, 18. Januar 2020)


Working Poor trotz Arbeit

Die Dringlichkeit von Bildungsstrategien für Geringqualifizierte zeigt sich auch im Kanton Luzern: So ist die Sozialhilfequote seit 2011 rückläufig, doch steigt die Zahl der Working Poors – Menschen, die trotz Arbeit in Armut leben und auf Sozialhilfe angewiesen sind. Zu den Risikogruppen zählen besonders Personen mit mangelnden Sprachkenntnissen und Grundkompetenzen. Erschwerend wirkt sich aus, dass diese Arbeitskräfte vermehrt in Niedriglohnsektoren (u. a. Gastgewerbe, Reinigungs- und Logistikbranche) arbeiten, in denen sich die Arbeitsbedingungen verschärft haben und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zunehmend auf Abruf- oder Stundenlohn-Basis angestellt sind.

Trotz Arbeit arm: Zahl der Working Poor im Kanton Luzern nimmt zu (Luzerner Zeitung, 06. Januar 2020)


Der grosse Mehrwert der frühen Sprachförderung

Um die Chancengleichheit von Kindern zu wahren und einem späteren sozialen Abstieg entgegenzuwirken, ist Bildung wichtig. Eine Berufslehre oder ein höherer Bildungsabschluss setzen aber gute Sprachkenntnisse voraus. Die Weichen dazu werden bereits im frühen Kindesalter gelegt. Verschiedene Schweizer Städte haben den Handlungsbedarf erkannt. So etwa die Städte Bern und Basel, die Sprachförderprogramme in Kindertagesstätten und Spielgruppen initiiert haben, damit Kinder mit ausreichenden Deutsch-Kenntnissen in den Kindergarten eintreten. Damit wird die Chancengleichheit fremdsprachiger Kinder gefördert und dem Risiko fehlender Sprachkompetenzen im Erwachsenenalter entgegengewirkt. 

Kinder sollen schon im Spielgruppenalter Deutsch lernen (Berner Oberländer, 09. Januar 2020)
Alle Kleinkinder sollen Deutsch lernen (Der Bund, 10. Januar 2020)
Kommentar: Darum ist die frühe Deutschförderung so wichtig (Der Bund, 10. Januar 2020)

Hinsichtlich der frühen Sprachförderung deuten neuere Studien auf die Relevanz des Vorlesens für die günstige Entwicklung der Sprachfähigkeit und des Lesenlernens hin:


Kleiner Medienspiegel

Diverse deutschsprachige Medien haben in den vergangenen Monaten über Illettrismus, die Relevanz von Grundkompetenzen und die anspruchsvolle Lebenssituation von geringqualifizierten Personen berichtet. Hierzu ein kleiner Medienspiegel:

Dazu wurden im deutschen Rundfunk zwei sehenswerte Video-Beiträge ausgestrahlt:


Alltag ohne Lesen und Schreiben - neuer Dok-Film des ARD

Die Reportage portraitiert einen Lernbotschafter, stellt das ALFA-Telefon vor und berichtet über die Hintergründe zum Ausmass der geringen Literalität. Weiter nimmt sie zu den neusten Zahlen der LEO-Studie Stellung.

Zur Reportage


Kompetence.ch – das neue Fachportal für Grundkompetenzen ist online

Seit August ist das neue Fachportal Kompetence.ch online. Das neue Portal widmet sich der Förderung der vier Grundkompetenzen Lesen, Schreiben, Alltagsmathematik und digitale Grundkompetenzen und löst das bisherige, auf Illettrismus fokussierte Portal LesenLireLeggere ab. Es richtet sich insbesondere an Fachexperten, Medienschaffende sowie die interessierte Öffentlichkeit, die sich mit dem Thema auseinandersetzen und informieren wollen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Menschen, die das schweizerische Bildungssystem durchlaufen haben, aber Nachholbedarf in den genannten Grundkompetenzen haben.

Betroffene selbst können sich über die Kampagnenseite «Einfach Besser!» Unterstützung holen, die mit einfach gehaltenen Texten sowie mit Videos informiert und auf geeignete Kursangebote hinweist.

Zum Fachportal Grundkompetenzen – https://www.kompetence.ch
Zur Kampagnenseite «Einfach Besser!» – https://www.besser-jetzt.ch


BFI-Botschaft 2021-2024: Erste Weichenstellungen stimmen zuversichtlich

Der Bildungsbereich soll in der nächsten Förderperiode 2021 – 2024 weiter gestärkt werden. Dies resultiert aus dem zweiten BFI-Spitzentreffen vom 4. September 2019, zu dem Bundesrat Guy Parmelin die wichtigsten Partner eingeladen hatte. In den laufenden Vorbereitungsarbeiten zur entsprechenden Finanzbotschaft wird aktuell von einem jährlichen Wachstum von 2,1 bis 2,5 Prozent ausgegangen. Besonders erfreulich ist, dass der Mittelzuwachs u. a. namentlich für die verstärkte Förderung von Grundkompetenzen Erwachsener sowie für die Förderung von Projekten zur Umsetzung des Leitbildes «Berufsbildung 2030» eingesetzt werden soll. So sind im vorliegenden Entwurf aktuell rund 44 Mio. CHF für die Kantone vorgesehen, mit denen diese ab 2021 die Grundkompetenzen zusätzlich fördern können. Die definitive Höhe des Finanzvolumens wie auch die Aufteilung der Mittel wird der Bundesrat dem Parlament mit der Verabschiedung der BFI-Botschaft im ersten Quartal 2020 vorlegen.


Betroffene engagieren sich für das Thema Grundkompetenzen

Fast 50 Botschafterinnen und Botschafter engagieren sich aktuell in der ganzen Schweiz für das Thema der Grundkompetenzen. In der Westschweiz berichteten Botschafter bislang anlässlich von über 80 Auftritten in den Medien, in Schulen und bei Fachpodien von ihren Erfahrungen. In der Deutschschweiz bestehen zwei aktive Botschaftergruppen in den Kantonen Basel und Bern. Ein ähnliches Projekt läuft zudem seit September im Tessin. Botschafter sind Lernende oder ehemalige Lernende, die Lese- und Schreibkurse besuchen oder besucht haben. Indem sie über ihre Erfahrungen berichten, ermutigen sie andere Betroffene, den Schritt zu einem Kursbesuch zu wagen und sensibilisieren die Öffentlichkeit für die Thematik. Des Weiteren nehmen Botschafter Lektorat-Aufgaben wahr, indem sie die Zugänglichkeit von Texten für Menschen bewerten, die Schwierigkeiten mit der Schriftsprache haben.

Der Schweizer Dachverband Lesen und Schreiben und der Verband der Schweizerischen Volkshochschulen unterstützen in der ganzen Schweiz die Bildung von weiteren Botschaftergruppen und begleiten diese. Unterstützt wird diese wichtige Sensibilisierungsarbeit durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) sowie die beteiligten Kantone.


Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung: Stärkung der Rolle im Hinblick auf das lebenslange Lernen

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und die Schweizerische Konferenz der Erziehungsdirektoren (EDK) haben den Bericht «Entwicklungs- und Koordinationsbedarf der kantonalen Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (BSLB)» veröffentlicht. Im Bericht wird untersucht, wie die bestehenden Angebote der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung optimiert werden können, um der 2018 publizierten Strategie «Berufsbildung 2030 – Vision und Strategische Leitlinien» gerecht zu werden. Zentrale Anliegen sind u. a. die Bekanntheit und den Wirkungsgrad der Berufs-, Studien und Laufbahnberatung zu steigern und vermehrt auch Erwachsene bei der Erlangung eines Berufsabschlusses, des beruflichen Wiedereinstiegs oder einer beruflichen Neuorientierung zu unterstützen. Aus dem kürzlich veröffentlichten Bericht wird deutlich, dass die bestehenden Angebote noch zu stark auf Jugendliche ausgerichtet sind und bisher durch Erwachsene zu wenig nachgefragt werden: Zwar sind die Angebote der Laufbahnberatung einem Drittel der Bevölkerung bekannt, doch nur jede zwanzigste Person hat entsprechende Dienstleistungen bereits in Anspruch genommen. Folglich gilt es, das Profil der Beratungsstellen auch für Erwachsene zu schärfen und auf das lebenslange Lernen auszurichten. Dies ist insbesondere auch für die Zielgruppe der Geringqualifizierten und Menschen mit Schwierigkeiten im Bereich Grundkompetenzen zentral, die auf eine qualifizierte Beratung und Begleitung in erhöhtem Masse angewiesen sind.

Zur Medienmitteilung
Mehr zur BFI-Botschaft 2021 – 2024


Angebote der Sozialhilfe auf einen Blick

Arbeitsmarkt und Gesellschaft verändern sich rasch – und nicht alle können mithalten. Für etwas mehr als 3 Prozent der Schweizer Bevölkerung ist Sozialhilfe deshalb Alltagsrealität. Rund um die Sozialhilfe gibt es viele Fragen. Es gibt jedoch kaum Bücher und Broschüren, welche die Sozialhilfe einfach erklären und aufzeigen, wie dieses wichtige System der sozialen Sicherung in der Schweiz funktioniert. Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe und die Städteinitiative Sozialpolitik haben deshalb eine neue Broschüre publiziert, in welcher die Angebote der Sozialhilfe kompakt vorgestellt werden. Dabei werden u. a. die Grundprinzipien, Leistungen, Anforderungen und Handlungsfelder der Sozialhilfe erläutert.


Öffentliche Auftragsvergabe: Ausnahmeregelung für die berufliche Integration

Bei der Revision des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB) konnte nach langen Verhandlungen im nationalen Parlament eine Ausnahmeregelung für die berufliche Integration gesichert werden. Die Vergabe von Aufträgen an Organisationen der Arbeitsintegration sowie andere gemeinnützige Einrichtungen untersteht damit auch in Zukunft nicht dem Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen. Dank dieses Beschlusses des Parlaments behalten die Kantone ihren Handlungsspielraum und können ihre bisherigen Beschaffungsprozesse in diesem Bereich weiterhin eigenständig gestalten. Damit können Organisationen der Arbeitsintegration ihre Ressourcen weiter optimal nutzen und das Risiko von Lohndumping und prekären Arbeitsverhältnissen wird minimiert. Für die Ausnahmeregelung hatte sich eine breite Allianz von betroffenen Akteuren engagiert.

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Kanton Zürich: Schaffen anregender Lernumgebungen

Bildungsfernen Personen ist der Zugang zu Weiterbildung aus verschiedensten Gründen verwehrt. Kursangebote alleine reichen oft nicht aus. Aus diesem Grund will der Kanton Zürich seine ergänzenden Lernstrukturen ausbauen und flexiblere Fördermassnahmen umsetzen. Dazu sollen zielgruppenfreundliche Lernumgebungen mit aufsuchenden Kursformaten und Beratungsmöglichkeiten geschaffen werden, die bildungsfernen Personen den Wiedereinstieg in die Weiterbildung und das lebenslange Lernen erleichtern sollen. Die sogenannten Lernstuben sollen eine niederschwellige Lernstruktur bilden. In einer wohlwollenden Atmosphäre können etwaige Hemmschwellen abgebaut und die Lust am Lernen erweckt werden. Angedacht sind Schreibdienste, Internethilfen, der Einbezug von aufsuchenden Lernformaten sowie Informations- und Beratungdienstleistungen zu Weiterbildungsmöglichkeiten. Bis Ende 2024 sollen bis zu acht solcher Lernstuben in unterschiedlicher Art und Grösse – u.a. in Gemeinschaftszentren, Cafés und/oder Co-Working-Spaces – entstehen.

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Digitalisierung und Alltagsmathematik

Die diesjährige Adults Learning Mathematics Conference in Lund (Schweden) befasste sich mit dem Einfluss digitaler Medien auf die Erwachsenenbildung im Bereich Alltagsmathematik. Im Fokus standen Beiträge zum technologiegestützten Lernen, u. a. durch mobiles Lernen, E-Learning und Unterricht mit digitalen Medien. Die Seminarmaterialien, Präsentationen und Beiträge aus den Workshops wurden auf der Webseite des Events veröffentlicht.


Berichterstattung zum Weltalphabetisierungstag

Am Sonntag, 8. September 2019 fand der Weltalphabetisierungstag statt, um an die alltäglichen Schwierigkeiten von Betroffenen zu erinnern, die Mühe mit dem Lesen und Schreiben haben. Verschiedene Medien berichteten dabei über Botschafterinnen und Botschafter sowie entsprechende Bildungsangebote. Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an Beiträgen:

Er lebt seit 60 Jahren mit einer Schreibschwäche, Luzerner Zeitung, 7. September 2019

Die Angst, aufzufliegen: Wie Lese- und Schreibschwäche das Leben einer Baslerin bestimmten, Schweiz am Wochenende, 8. September 2019

Illettrismus: Das Chaos mit den Buchstaben, Tagblatt, 24. September 2019

Lese- und Schreibschwäche im Erwachsenen-Alter – ein Tabuthema, Herisauer Nachrichten, 4. September 2019

Wenn Lesen und Schreiben zur Qual wird, Podcast des Deutschlandfunks mit Experten und Betroffenen, 7. September 2019


Leitfaden zur Stärkung der Gesundheitskompetenz

Die Allianz Gesundheitskompetenz hat einen Leitfaden veröffentlicht, der aufzeigt, wie für das Thema Gesundheitskompetenz sensibilisiert werden kann und wie man Menschen, mit ganz praktischen Tipps weiterhelfen kann, sich selbstbestimmt im Versorgungssystem zu bewegen.

Zum Leitfaden
Zur Webseite der Allianz Gesundheitskompetenz


Auf dem Weg in die digitale Selbständigkeit

Der SVEB zeigt in einem Beitrag auf, wie in Computerkursen an der Volkshochschule beider Basel digitale Grundkompetenzen gefördert werden und Menschen dadurch Zugang zur digitalisierten Welt finden. 

Zum Beitrag


Passende digitale Tools für Workshops und Kurse finden

Mit Tool-O-Search steht ErwachsenenenbildnerInnen ein Instrument zur Verfügung, mit dem sie online nach geeigneten digitalen Tools für ihre Kurse, Seminare oder Workshops suchen können. Tool-O-Search listet entsprechend der Zielgruppe und der Vorkenntnisse der Teilnehmenden Tools, Lehrmethoden und Bildungsformate auf.

Zu Tool-O-Search


Podcast zur Legasthenie anlässlich der Messe 'I never read'

Podcast mit Botschafter Michele aus Basel und seiner Kursleiterin der VHS Basel. Michele erzählt aus seinem Leben und den Umständen, welche das Lesen und Schreiben erschweren. 

Zum Podcast


15'000 Franken für Lesekompetenz

Die UNESCO hat den 23. April zum «Welttag des Buches» erklärt. Er soll der Förderung des Lesens und des geschriebenen Worts dienen. Gemeinsam mit Orell Füssli hat der Schweizer Dachverband sich für dieses Anliegen stark gemacht: Für jeden Buchkauf, ob on- oder offline, wurde dem Dachverband Lesen und Schreiben ein Franken gutgeschrieben. Insgesamt kamen 15'000 Franken zusammen – ein wertvoller Beitrag an die Lesekompetenz! Der Dachverband wird mit der Spende Projekte unterstützen, die mehr Menschen den Zugang zum Lesen und damit zur Welt der Büchern ermöglichen.


"Erhalt und Erwerb von Grundkompetenzen" – Nationaler Bericht des Verbands der schweizerischen Volkshochschulen (VSV)

 

Im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) untersuchte der Verband der Schweizerischen Volkshochschulen (VSV)im Rahmen von Interviews mit den Kantonen wichtige Themenfelder im Zusammenhang mit der Förderung des Erwerbs und Erhalts Grundkompetenzen Erwachsener. Der dazu veröffentlichte Bericht enthält neben einem erstmaligen Überblick über die aktuelle Gesamtsituation auch Empfehlungen für die Gestaltung der zukünftigen Förderung.

Zum Bericht
Anhang zum Bericht


Soziale Selektivität der Digitalisierung vermindern - Postulat fordert eine nationale Strategie

Nationalrat Mathias Reynard (SP) fordert in einem in der Sommersession eingereichten Postulat, dass der Bundesrat Vorsorgemassnahmen ergreift,um die digitale Inklusion sicherzustellen. Einerseits soll dazu eine Studie erstellt werden,die das Ausmass des gesellschaftlichen Phänomens nicht ausreichender digitaler Kompetenzen untersucht. Auf dieser Grundlage soll der Bundesrat gemeinsam mit den Kantonen eine Strategie erarbeiten, die es erlaubt,die digitalen Kompetenzen zu stärken und der sozialen Selektivität entgegenzuwirken. Übereinstimmend mit diesem Ziel will eine Motion der nationalrätlichen Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur den Bundesrat damit beauftragen, in der nächsten Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation 2021-24 Massnahmen zur Verringerung der sozialen Selektivität (z.B. Stipendien, Weiterbildung, Grundkompetenzen, höhere Berufsbildung, Sprachförderung) vorzusehen.

Zum Postulat
Zur Motion


Interview mit Bundesrat Guy Parmelin

Der fürden Bildungsbereich zuständige Bundesrat Guy Parmelin hat sich an der bildungspolitischen Tagung des Schweizerischen Verbands für Weiterbildung (SVEB) zur Weiterbildungspolitik des Bundesrats geäussert. Da anlässlich der Tagung nicht alle Fragen des Publikums beantwortet werden konnten, wurden die offenen Fragen nun in Form eines Interviews mit dem Bundesrat veröffentlicht. Darin legt Guy Parmelin dar, wie er die Förderung der Grundkompetenzen stärken und die Arbeitsmarktfähigkeit der Bevölkerung verbessern will.

Zum Interview


Schweizweite Erhebung zum Niveau der Grundkompetenzen nach Abschluss der Schulpflicht

Im Mai hat die Kantonale Konferenz der Erziehungsdirektoren (EDK) die Ergebnisse zur ersten schweizweiten Erhebung der Grundkompetenzen in Sprachen und Mathematik im Bereich der Volksschulen publiziert. In der Studie wurde geprüft, inwieweit die im Jahr 2011 vereinbarten nationalen Bildungsziele nach Abschluss der Schulpflicht erreicht werden. Während in der Schulsprache und ersten Fremdsprache befriedigende Resultate erzielt wurden, waren in der Mathematik Wissenslücken festzustellen. So erreichten nur knapp 62% der Schulabgänger das von der EDK vorgegebene Bildungsziel.

Artikel der NZZ
Artikel des Tages-Anzeigers
Medienmitteilung der EDK


Kanton Bern: Unterstützung bei den Grundkompetenzen für angehende Fachfrauen/Fachmänner Gesundheit

Die OdA Gesundheit Bern hat in Zusammenarbeit mit der BFF Bern und der Abteilung Weiterbildung und Höhere Berufsbildung der Erziehungsdirektion des Kantons Bern einen Kurzfilm zum Angebot «Grundkompetenzen für angehende Fachfrauen/Fachmänner Gesundheit» produziert. Das neue modulare Angebot befindet sich in der Pilotphase, es soll erwachsenen Personen den Zugang zur Berufslehre respektive zu einem Berufsabschluss FaGe EFZ erleichtern. Personen, die ohne Berufslehre im Gesundheitsbereich arbeiten, können dadurch ihren eidgenössischen Berufsabschluss nachholen. Fehlende Grundkompetenzen sollen hierfür kein Hindernis mehr darstellen.

Die erste Durchführung findet aktuell an der BFF statt. Für die 2. Durchführung (November 2019 – März 2020) ist es wiederum an den vier Berufsfachschulen mit Lehrgang FaGe E ausgeschrieben. Verläuft der Pilot erfolgreich, so ist eine Adaption auf weitere Branchen/Berufe geplant.

Zum Film:
Zum Angebot der OdA Gesundheit Bern


Neue Grundbildungsstudie «LEO 2018 – Leben mit geringer Literalität»

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Universität Hamburg haben auf der Jahreskonferenz der AlphaDekade 2019 die neue Grundbildungsstudie „LEO 2018 - Leben mit geringer Literalität" vorgestellt. Die Studie ist die wichtigste repräsentative Studie im Bereich Grundkompetenzen für Deutschland. Laut der neuen Erhebung sind weniger Menschen in Deutschland im Vergleich zu früheren Erhebungen von ungenügenden Lese- und Schreibkompetenzen betroffen. Die Studie liefert zudem Rückschlüsse darauf, welche Massnahmen erfolgreich waren und welche Faktoren sich seit der Ersterhebung (2010) verändert haben.

Weitere Informationen zur Studie und Konferenz


RADIO SRF Doppelpunkt zum Thema 'Digitaler Graben'

Die SRF-Radiosendung Doppelpunkt nimmt sich dem Thema ‘digitaler Graben’ an, welcher quer durch unsere Gesellschaft verläuft. Doppelpunkt berichtet über alltägliche Beispiele und befragt Experten und Betroffene.

Zum Podcast


Präsidium des Schweizer Dachverbandes Lesen und Schreiben: Samuel Bendahan folgt auf Chantal Galladé

Chantal Galladé ist nach mehr als acht Jahren als Präsidentin des Schweizer Dachverbandes Lesen und Schreiben zurückgetreten. Sie hat in dieser Zeit viel bewirkt und sich stark für die Ziele des DVLS und die Bedürfnisse seiner Zielgruppe eingesetzt. Die Generalversammlung hat am 24. Mai 2019 Samuel Bendahan als neuen Präsidenten gewählt. Samuel Bendahan ist SP-Nationalrat aus dem Kanton Waadt und kennt den Verband sowie die Thematik als ehemaliger Präsident der Association Lire et Ecrire bereits sehr gut. Der DVLS freut sich auf die zukünftige Arbeit unter dem neuen Präsidenten und bedankt sich bei Chantal Galladé für ihr sehr geschätztes Engagement.


Fortbildungsreihe für werdende Kursleitende von Alphabetisierungskursen

Die Fortbildungsreihe «Erstqualifizierung von Kursleitenden für Alphabetisierungskurse in NRW» wurde Anfang 2019 im Alphanetz Nordrhein-Westfalen entwickelt. Sie besteht aus fünf Basismodulen und ist von erfahrenen Praktiker/-innen konzipiert worden. Das Angebot richtet sich sowohl an praktizierende Kursleitende, die ihre Kenntnisse auffrischen oder erweitern wollen als auch an interessierte Personen, die künftig in der Alphabetisierung für Deutschsprachige tätig sein möchten. Die Module können einzeln nach persönlichem Interesse und Kenntnissen belegt werden. Quereinsteiger/-innen wird empfohlen, die gesamte Fortbildungsreihe zu absolvieren, bevor eine Tätigkeit als Kursleiter/-in aufgenommen wird.

Weitere Informationen


"Erhalt und Erwerb von Grundkompetenzen" – Bericht mit Empfehlungen des Verbands der Schweizerischen Volkshochschulen VSV

Im Auftrag des SBFI eruierte der Verband der Schweizerischen Volkshochschulen VSV mit den anderen Akteuren unter Einbezug der Kantone die wichtigen Themen zur Förderung des Erwerbs und Erhalts von Grundkompetenzen Erwachsener (GKE) und formuliert Empfehlungen zuhanden der Arbeitsgruppe, die das Grundsatzpapier 2021-2024 vorbereitet.

Weitere Informationen


Neue Grundbildungsstudie „LEO 2018 - Leben mit geringer Literalität"

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Universität Hamburg haben auf der Jahreskonferenz der AlphaDekade 2019 die neue Grundbildungsstudie „LEO 2018 - Leben mit geringer Literalität" vorgestellt. Neuere Zahlen zeigen, dass weniger Menschen in Deutschland von ungenügenden Lese- und Schreibkompetenzen betroffen sind. Die neue LEO-Studie zeigt, was sich genau geändert hat und welche Massnahmen erfolgreich waren.

Weitere Informationen


Radio SRF 1 Doppelpunkt vom 7. Mai 2019, 20 Uhr: Der digitale Graben und warum er bleibt

SRF Doppelpunkt berichtet über den ‘digitalen Graben’, welcher quer durch unsere Gesellschaft verläuft. Von fehlenden digitalen Fertigkeiten sind aber keineswegs nur ältere Generationen betroffen. Die Sendung berichtet über alltägliche Beispiele und befragt Experten und Betroffene. Zu fehlenden Grundkompetenzen und ihren möglichen Ursachen äussert sich Brigitte Aschwanden, Geschäftsführerin des Vereins Lesen und Schreiben Deutsche Schweiz.

Zum Podcast


Soziale Ausgrenzung durch Ausbau von E-Government-Dienstleistungen als Risiko

Die Entwicklung des E-Governments in der Schweiz beschleunigt sich, das Angebot an administrativen Dienstleistungen im Internet wird kontinuierlich ausgebaut. Laut der Westschweizer Fachzeitschrift ‘Revue d’Information Sociale’ wird dabei der Gefahr der sozialen Ausgrenzung zu wenig Beachtung geschenkt. Vor allem Menschen mit Lese- und Schreibschwäche oder fehlenden digitalen Kompetenzen laufen Gefahr, von entsprechenden Dienstleistungen ausgeschlossen zu werden. Dies trifft vor allem auf Menschen in prekären Lebenssituationen zu, die aufgrund ihrer sozialen, beruflichen und/oder finanziellen Umstände häufiger mit den Behörden in Kontakt stehen. Den ausführlichen französischen Bericht finden Sie hier.
 


Die digitale Exklusion droht in Frankreich voranzuschreiten

Eine im vergangenen Jahr durchgeführte französische Studie ergab, dass 14 Millionen Franzosen keinen Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien haben (vereinfacht: keinen Zugang zum Internet oder dieses nicht nutzen können). Betroffene sind gefährdet, ihre soziale Rechte nicht ausüben zu können, da sie nicht auf digitale Dienstleistungen zugreifen können. Das Problem wird sich mittelfristig weiter verschärfen, da die französische Regierung plant, bis 2022 alle öffentlichen Dienstleistungen zu digitalisieren.

Weitere Informationen (auf Französisch)


Beitrag von Radio SRF Rendez-Vous zum Caritas Sozialalmanach: Risiken der Digitalisierung

Die Digitalisierung und ihre sozialen Folgen bilden das Schwerpunkt-Thema der Sozialalmanach-Ausgabe 2019 der Caritas. Die Organisation warnt, dass wegen der Digitalisierung immer mehr Menschen den gesellschaftlichen Anschluss verlieren und fordert deshalb mehr Geld für die Förderung der Grundkompetenzen.

Die Sendung Rendez-Vous vom Schweizer Radio SRF berichtet und porträtiert einen Betroffenen, der sich als Botschafter für das Thema engagiert.

Zum Beitrag
Die ganze Episode von Rendez-Vous


Forderung des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB): Grund- und Weiterbildung für alle.

Der SGB hat die Situation in der Berufsbildung analysiert und bemängelt, dass zu viele Erwachsene über keine Grundausbildung auf Sekundarstufe II verfügen und in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind. Der SGB fordert daher den universellen Zugang zur Grundbildung, periodische Standortbestimmungen und regelmässige Weiterbildung, damit alle Arbeitnehmenden eine ihrer Qualifikation und ihren Wünschen entsprechende Stelle finden und sich im ständig wandelnden Arbeitsmarkt halten können.

Zum Bericht der Jahresmedienkonferenz


Die passende Berufsausbildung finden

Die Webseite www.berufsberatung.ch hat ein neues Beratungsangebot namens ‘Berufs-Check’ vorgestellt. Mittels einfach formulierter Fragebögen zu den 2-jährigen Lehrgängen des Berufsattests (EBA) oder zu den 3- bis 4-jährigen Lehrgängen des Fähigkeitszeugnisses (EFZ) kann überprüft werden, wie stark ein bestimmter Beruf zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passt. Den Berufs-Check gibt es für die rund 170 häufigsten Grundbildungen EFZ und EBA.

Zum ‘Berufs-Check’


Individueller Kompetenznachweis bei nicht bestandenem Berufsabschluss

Die zweijährige berufliche Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) vermittelt Qualifikationen für Berufe mit einfacheren Anforderungsprofilen. Lernende, die das Qualifikationsverfahren nicht bestehen, können sich ihre Kompetenzen dennoch individuell ausweisen lassen. Der Kompetenznachweis bescheinigt die während der Ausbildung erworbenen Kompetenzen in standardisierter und verständlicher Form und stellt ein von den Branchen anerkanntes Dokument dar. Er ist ein wichtiges Hilfsmittel bei der Stellensuche, erleichtert den Wiedereinstieg in eine berufliche Grundbildung und kommt besonders Menschen mit einer Lern- oder Leistungsbeeinträchtigung zugute.

Weitere Informationen


Hilfsmittel für Bildungsberatende

Berufsleute, die in der sozialen und beruflichen Integration arbeiten, stehen häufig in Kontakt mit Menschen mit unzureichenden Grundkompetenzen. Diese Fachleute spielen eine wichtige Rolle, Betroffene zu (Weiter-)Bildung zu ermutigen und ihnen damit neue Perspektiven aufzuzeigen bzw. sie in ihren Plänen zu unterstützen. Sie verfügen aber nicht immer über die nötigen und geeigneten Instrumente, um Probleme im Bereich der Grundkompetenzen systematisch zu erkennen, sowie Betroffene gezielt zu beraten und sie in geeignete Bildungsangebote weiterzuleiten. Das Portal www.erwachsenenbildung.at stellt neue Leitfäden, Materialien und Handbücher für Bildungsberatende bereit. Eine redaktionelle Auswahl interessanter Tools und Publikationen findet sich hier.
 


Beweggründe für die Teilnahme an Lese- und Schreibkursen

Die Organisation ‘Lire et Ecrire Bruxelles’ hat die Beweggründe von Kursteilnehmenden untersucht, an Lese- und Schreibkursen teilzunehmen. In der neu veröffentlichen Studie entwerfen die Autoren eine interessante Typologie und stellen die Ergebnisse ihrer quantitativen und qualitativen Forschung vor.

Zur Studie (auf Französisch)

Bereits 2015 führte der Schweizer Dachverband Lesen und Schreiben eine schweizweite Umfrage unter Teilnehmenden von Lesen- und Schreibkursen im Bereich Illettrismus durch.

Zum Analysebericht


MDR «Exakt – die Story»:
Lesen und Schreiben ungenügend - Millionen funktionaler Analphabeten in Deutschland

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat im Februar 2019 eine informative halbstündige Dokumentation zu funktionalen Analphabeten in Deutschland ausgestrahlt. Die Sendung begleitet Betroffene im Alltag, zeigt auf wie der deutsche Bund, Länder und Partner zusammenarbeiten um Betroffenen zu helfen und äussert sich zum gegenwärtigen wissenschaftlichen Forschungsstand.

Zum Beitrag und Podcast von «Exakt – die Story» des MDR


Sendung 'Mitenand' des Schweizer Fernsehens SRF zum Thema Illettrismus

Am Sonntag, 3. März 2019 zeigte die Sendung ‘Mitenand’ auf SRF1 vor der Tagesschau ein eindrückliches Portrait eines Botschafters zum Thema Illettrismus.

Weitere Infos und Podcast zur Sendung


SWR2 Forum: Im Labyrinth der Buchstaben

Der Südwestrundfunk veröffentlichte anfangs März einen 45-minütigen Podcast mit Experten zum Thema: «Wie bekämpft man funktionalen Analphabetismus?». Unter anderem wird über den Einfluss des Elternhauses diskutiert, wie sich die Digitalisierung auf das Problem auswirkt und welche Hilfeleistungen angeboten werden. Als Gesprächspartner beteiligt sich u.a. der Kinderbuchautor Tim-Thilo Fellmer, der selbst von der Diagnose Legasthenie betroffen ist und heute als Autor und Verleger arbeitet.

Zum Podcast


Gemeinsam wachsen: EPALE Stakeholder-Konferenz 2018

Interessensgruppen aus verschiedenen Ländern diskutierten in Budapest über die Zukunft der europäischen E-Plattform für Erwachsenenbildung. Geht es nach ihnen, soll es auf EPALE zukünftig noch mehr Online-Lernbausteine geben, Technik und Design sollen weiter verbessert werden.

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Aufbau von Botschaftergruppen in der Deutschen Schweiz

Neu gibt es auch in der Deutschen Schweiz aktive Botschaftergruppen. BotschafterInnen sind Betroffene, meistens aktive oder ehemalige Kursteilnehmende, die zusammen auf verschiedene Art und Weise auf das Thema Illettrismus aufmerksam machen. Die BotschafterInnen werden für die Sensibilisierungsarbeit ausgebildet und begleitet. Das Aufbauprojekt wird gemeinsam vom Verband der Schweizerischen Volkhochschulen und dem Schweizer Dachverband Lesen und Schreiben getragen. In der Romandie besteht bereits seit mehreren Jahren eine aktive Botschaftergruppe der Association Lire et Ecrire.

Die erste Gruppe in der Deutschen Schweiz hat sich in Basel (Baselstadt und Baselland) formiert und im Juni zum ersten Mal getroffen. Auch im Mittelland (Bern-Aargau) gibt es seit November eine Botschaftergruppe. Da sich in weiteren Kantonen der Deutschen Schweiz Interessierte gefunden haben, wird momentan geprüft, ob und wo noch weitere solche Gruppen entstehen können.


Zum Wiederhören: Wenn Erwachsene lesen und schreiben lernen (Ö)

Auf dem Hintergrund der Ergebnisse des PISA-Tests in Österreich veröffentlichte der ORF 2015 Beiträge zum Thema Basisbildung. In vier Beiträgen wurden Fragen diskutiert, wie sich geringe Schriftsprachkompetenz auf die Lebensqualität auswirkt, welche biographischen Faktoren dabei eine Rolle spielen und welche Verantwortung das Bildungssystem für die Basisbildung der Bevölkerung trägt. Die Beiträge sind auch nach wie vor von Bedeutung.

Zu den Podcasts


Kampagne zum Berufsabschluss für Erwachsene

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) hat eine einjährige Kommunikationskampagne gestartet, um den Berufsabschluss für Erwachsene zu fördern. Die Kampagne zielt auf Arbeitgeber sowie Erwachsene ohne anerkannten Berufsabschluss und möchte dabei für diesen Bildungsweg sensibilisieren: Interessenten können ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder ein eidgenössisches Berufsattest (EBA) erwerben und sind so für die Anforderungen des Arbeitsmarktes gerüstet. Arbeitgeber profitieren von motivierten und gut ausgebildeten Arbeitskräften.


Junge Erwachsene in der Sozialhilfe: Ablösung gelingt meistens

Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) veröffentlichte einen Bericht mit aktualisierten Sozialhilfeindikatoren zur Situation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Schweizer Städten. Wie die Studie zeigt, gelingt es einer Mehrheit von jungen Sozialhilfebezügern finanziell unabhängig zu werden. Die bedeutendsten Risikofaktoren für eine Abhängigkeit der Sozialhilfe sind eine fehlende Ausbildung und/oder das Aufwachsen in Armut. Somit bekräftigt der Bericht der SKOS, dass ein Umdenken notwendig ist: Nicht die schnelle Ablösung aus der Sozialhilfe mit der Gefahr einer prekären Arbeitssituation ist das Ziel, sondern die nachhaltige Bekämpfung der Armut durch adäquate Ausbildung und die Sicherstellung eines existenzsichernden Einkommens.

Medienmitteilung "Junge in der Sozialhilfe: Ablösung gelingt meistens"
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Bundesrat führt Massnahmen zur Prävention von Armut weiter – aber mit weitaus weniger finanziellen Mitteln

Zwischen 2014 und 2018 setzten Bund, Kantone, Städte, Gemeinden und private Organisationen gemeinsam das Nationale Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut um. Es hatte zum Ziel, das gesicherte Wissen zur Armutsprävention zu bündeln, Hilfestellungen zur Entwicklung und Umsetzung von Massnahmen und Strategien zu leisten, innovative Ansätze zu erproben und die Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch der verschiedenen Akteure zu fördern. Hierzu stellte der Bund gesamthaft CHF 9 Millionen zur Verfügung.

Aufgrund der positiven Bilanz des Programms und des unverändert hohen Problemdrucks entschied der Bundesrat die ergriffenen Massnahmen weiterzuführen. Die Bildung bleibt dabei ein wichtiges Handlungsfeld. Doch wurden die finanziellen Mittel stark gekürzt – über die nächsten 5 Jahre stehen jährlich nur CHF 500'000 bereit, um einzelne Empfehlungen umzusetzen und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren sicherzustellen. Bedauerlicherweise wird auch auf die Umsetzung eines Armutsmonitorings verzichtet.

Mitteilung des Bundesrats
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Erschwerter Zugang zur Weiterbildung für Personen ohne nachobligatorische Ausbildung

Eine kürzlich vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebene Broschüre informiert über die wichtigsten Kennzahlen des Mikrozensus zur Aus- und Weiterbildung 2016. Untersucht wurde die Teilnahme an Aus- und Weiterbildung der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz. Hervorzuheben ist die Erkenntnis, dass besonders Menschen ohne nachobligatorische Ausbildung (aus verschiedensten Gründen) deutlich häufiger daran gehindert werden, eine Aus- oder Weiterbildung zu besuchen.


Originelle Aktionen zum Weltalphabetisierungstag in Belgien

Der vergangene Weltalphabetisierungstag am 8. September 2018 inspirierte zu kreativen und partizipativen Aktionen in Belgien:

  • - Die belgische Organisation ‘Lire et Écrire’ hat eine neue Sensibilisierungskampagne gestartet mit welcher gezielt unleserlich gestaltete Botschaften für das Thema Illettrismus sensibilisieren sollen. Die Botschaften wurden auf Tischsets gedruckt und an unterschiedlichsten Orten wie Restaurants, Verwaltungen und Kulturstätten aufgelegt.
    Informationen zur Sensibilisierungskampagne (auf Französisch)
  • In der Region Picardie erhielten politische Kandidaten der bevorstehenden Kommunalwahlen ‘unleserliche’ rätselhafte Briefe zugestellt. Erst eine Erinnerungsbotschaft klärte die Kandidaten üb

Agenda

Workshop: Lesen und Schreiben lernen Teil 2

Mittwoch, 19. Februar 2020, Winterthur

Zahlreiche Texte und Bücher, die von Menschen mit Down-Syndrom verfasst worden sind, sind eindrucksvolle Zeugnisse ihrer Fähigkeit, das Lesen und Schreiben zu erlernen und im Alltag auch kreativ umsetzen zu können. An diesem Beispiel werden im Kurs die individuelle Gestaltung von Lese- und Schreibbüchern in einfacher Sprache, Satzbausteine, der Aufbau eines Grundwortschatzes und weitere Inhalte vermittelt. Der Workshop von Insieme richtet sich an Eltern, Pädagogen, Klassenassistenzen, Betreuern von Kindern aller Altersgruppen sowie Erwachsenen.

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Nationale Tagung: Der steinige Weg in den ersten Arbeitsmarkt

Donnerstag, 12. März 2020, Biel

Die berufliche Integration von sozialhilfeabhängigen Personen ist eine wichtige Aufgabe der Sozialdienste. Doch gelingt die nachhaltige Integration in den ersten Arbeitsmarkt trotz aller Massnahmen und Anstrengungen oft nicht. Die Tagung befasst sich daher mit folgenden Fragen: Gibt es für arbeitsfähige Personen, die von der Sozialhilfe unterstützt werden, Platz im ersten Arbeitsmarkt? Welche Bedingungen stellen Arbeitgeber an die Anstellung der meist gering qualifizierten Personen? Wie können existenzsichernde Jobs und Tätigkeitsfelder für Menschen mit Leistungseinschränkungen oder Sprachschwierigkeiten aussehen? Wie muss die Sozialhilfe ihren Integrationsauftrag an die Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes anpassen? Welchen Beitrag kann die Wirtschaft für die Integration von niedrigqualifizierten Menschen leisten?

Die nationale Tagung der SKOS (Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe) in Biel bietet eine Plattform für Präsentationen und Diskussionen. Praktikerinnen und Praktiker erhalten Inputs und Impulse für ihre tägliche Arbeit.

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Workshop: Yes we can! Mathematik begreifbar machen

Mittwoch und Donnerstag, 13. – 14. Mai 2020, Winterthur

Das Konzept von „Yes, we can!“ ist eine effiziente Methode, die Kinder mit Down-Syndrom oder einer anders bedingten Rechenlernschwäche dabei unterstützt, mathematisches Denken zu begreifen. Der multisensorische Ansatz bewirkt, dass es während der Rechenoperationen im Gehirn zu einer Verknüpfung von Bewegung, Sprache, Visualisierung und Rechnen kommt. Das sinnliche Erfassen bildet die Grundlage für das Begreifen der an sich abstrakten Mathematik. Die Methode eignet sich für jede Art von Beeinträchtigung oder Rechenlernschwäche sowie für Rechenanfänger bis hin zum Beherrschen der vier Grundrechnungsarten. Der Workshop von Insieme richtet sich an Eltern und Fachleute.

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Schweizer Vorlesetag

Mittwoch, 27. Mai 2020

Zeigen Sie gemeinsam mit uns, wie wichtig und schön Vorlesen ist, indem Sie am Vorlesetag am Mittwoch, 27. Mai 2020, zu Hause, in einer Schule, in einem Kindergarten oder an einem anderen Ort eine Geschichte Ihrer Wahl vorlesen. Vorleseaktionen sind in jeder Sprache willkommen! Melden Sie Ihre Vorleseaktion hier an.


Wie kann man Ausbildungsabbrüche verhindern?

Freitag, 12. Juni 2020, Bern

Die meisten Anbieter von Aus- und Weiterbildungen für Erwachsene sind damit konfrontiert, dass ein Teil der Teilnehmenden den Bildungslehrgang abbricht. Es stellt sich damit die wichtige Frage, wie Ausbildungsabbrüche verhindert werden können. Die Tagung des SVEBs (Schweizerischer Verband für Weiterbildung) verfolgt das Ziel, dass sich Fachleute der Nachholbildung und der Förderung der Grundkompetenzen Erwachsener über Erfahrungen und Lösungsansätze im Zusammenhang mit Ausbildungsabbrüchen austauschen und bestehende Ansätze kennenlernen können. Frühere Diskussionen dazu werden vertieft.

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Nationale Tagung: Armut und Gesundheit

Donnerstag, 18. Juni 2020, Bern

Verzicht und Entbehrung: Wenn Armutsbetroffene Gesundheitsleistungen nicht in Anspruch nehmen. An der nationalen Tagung der Berner Fachhochschule wird das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht, etwa, welche Bedeutung den Themen «Eigenverantwortung» und «Anreize» aus gesundheitsökonomischer Sicht zukommt oder welche Voraussetzungen von Eigenverantwortung im Gesundheitswesen implizit bestehen.

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Nationale Fachtagung Grundkompetenzen

6. November 2020, Bern

Weitere Infos folgen


Weitere Veranstaltungen finden Sie auf den Websites der sprachregionalen Vereine:

Association Lire et Ecrire

Associazione Leggere e Scrivere